Glasbearbeitung bei glasmetall Temmel: Vom neuen Herzstück zum starken Duo

Mit einer zweiten systron Anlage erweitert glasmetall Temmel seine Glasbearbeitung: Seit Februar 2026 ergänzt eine systron proMD inkl. Wasserstrahl, plus eine systron WM Wasch- und Trocknungsstation die bestehende systron proHD-Linie. Damit schafft das südsteirische Familienunternehmen zusätzliche Kapazität und Flexibilität für anspruchsvolle Glasprojekte.

2021 investierte glasmetall Günter Temmel in das systron proHD Glasbearbeitungszentrum und machte sie zum neuen Herzstück der eigenen Glasbearbeitung. Fünf Jahre später ist daraus ein starkes Duo geworden. Die zusätzliche systron proMD ermöglicht es, Projekte parallel zum Tagesgeschäft zu bearbeiten und Aufträge abhängig von Glasformat, Geometrie und erforderlichen Bearbeitungsschritten gezielt auf beide Anlagen zu verteilen.

Präzise Glasbearbeitung als wichtiger Teil der eigenen Wertschöpfung

38 Mitarbeiter sind heute bei glasmetall Temmel beschäftigt. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen insbesondere die eigene Glasbearbeitung konsequent weiterentwickelt. Ein wichtiger Bereich ist dabei die Fertigung von Verbundsicherheitsglas (VSG).

Gerade bei VSG ist eine präzise und reproduzierbare Bearbeitung der einzelnen Scheiben entscheidend. Die systron Anlagen ermöglichen es, die Gläser exakt deckungsgleich zu bearbeiten.

„Unsere Kunden sind diese Qualität mittlerweile gewohnt. Wenn einmal anders bearbeitet wird, bekommen wir sofort Rückfragen“,

berichtet Geschäftsführer Thomas Temmel. Für ihn ist eine hohe Fertigungstiefe ein wesentlicher Faktor für die Positionierung des Unternehmens:

„Du musst schneller sein und bessere Qualität liefern. Genau darüber versuchen wir uns im Markt zu etablieren.“

Fünf Jahre Erfahrung mit der systron proHD

Die Investition in die systron proHD im Jahr 2021 war ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der eigenen Glasbearbeitung. Unterschiedliche Bearbeitungsschritte konnten auf einer Anlage zusammengeführt und die manuelle Handhabung reduziert werden.

„Qualitativ könnten wir viele unserer heutigen Produkte ohne eine solche Anlage gar nicht mehr sinnvoll fertigen“, resümiert Temmel.

Besonders bei anspruchsvollen Geometrien spielt die kombinierte Bearbeitung ihre Vorteile aus. Dazu gehören beispielsweise:

  • Sonderformen und Parallelogramme
  • Bohrungen und Senkungen
  • Ausschnitte
  • komplexe Konturen
  • individuell bearbeitete VSG-Gläser

Parallel dazu ist das Projektgeschäft bei glasmetall Temmel gewachsen. Besonders interessant sind Aufträge mit hoher eigener Wertschöpfung – etwa VSG-Sonderformen mit umfangreicher Bearbeitung oder Digitaldruck. Die eigene Glasbearbeitung schafft dafür die notwendige Flexibilität und Fertigungstiefe.

Mehr Bearbeitungskapazität für das Projektgeschäft

Mit der zunehmenden Auslastung entstand Bedarf an zusätzlicher Bearbeitungskapazität. Vor allem größere Projekte sollten abgewickelt werden können, ohne das laufende Tagesgeschäft zu beeinträchtigen.

„Wenn du ins Projektgeschäft gehst, musst du das parallel zum normalen Tagesgeschäft abwickeln können“, erklärt Temmel.

Die Entscheidung fiel deshalb auf ein systron proMDH Wasserstrahlzentrum mit Wasch- und Trocknungsstation. Mit zwei Anlagen kann glasmetall Temmel Aufträge abhängig von Geometrie, Bearbeitungsanforderungen und aktueller Auslastung gezielt verteilen. Neben der zusätzlichen Kapazität schafft die zweite Anlage damit mehr Flexibilität in der Produktionsplanung und erhöht gleichzeitig die Produktionssicherheit.

Vor der Investitionsentscheidung verglichen Thomas und Günter Temmel auch andere Lösungen am Markt. Ausschlaggebend waren schließlich die Erfahrungen aus fünf Jahren Zusammenarbeit.

„Bei einer Investition in dieser Größenordnung möchte ich wissen, was ich bekomme. Bei systron kannten wir die Qualität und die Betreuung. Das gibt Sicherheit“, beschreibt Thomas Temmel die Entscheidung.

systron proMD mit Wasserstrahl übernimmt zentrale Aufgaben

Seit Februar 2026 ist das neue systron proMD Glasbearbeitungszentrum inklusive Wasserstrahl für Gläser bis 3,5 x 2,5 m in Betrieb und inzwischen fest in den Produktionsalltag integriert. „Die proMD ist mittlerweile eigentlich unsere Hauptanlage“, sagt Temmel.

Welche Bearbeitungsstrategie eingesetzt wird, entscheidet sich je nach Auftrag. Bei Serien mit vielen identischen Bohrungen kann die klassische Werkzeugbearbeitung der proMD mit Bohrer und Fräser sinnvoll sein. Bei wechselnden Durchmessern, komplexen Ausschnitten und individuellen Konturen bietet der integrierte Wasserstrahl zusätzliche Möglichkeiten.

Für glasmetall Temmel hat sich diese Flexibilität im täglichen Einsatz schnell bewährt.

„Wenn du den Wasserstrahl einmal in der Produktion hast, kannst du ihn dir eigentlich nicht mehr wegdenken.“

Der Wasserstrahl ermöglicht es, unterschiedliche Konturen zu schneiden, ohne für jeden Durchmesser ein entsprechendes Werkzeug einsetzen zu müssen. Dadurch lassen sich insbesondere individuelle und geometrisch anspruchsvolle Bearbeitungen flexibel umsetzen.

Bereit für die nächsten Schritte

Auch die weitere Entwicklung der Produktion hat glasmetall Temmel bereits im Blick. Die systron proMD wurde so positioniert, dass eine spätere Erweiterung mit Speicher– und Robotertechnik möglich ist. Parallel investiert das Unternehmen in die eigene Energieversorgung: Photovoltaikmodule auf Dach- und Fassadenflächen mit rund 700 kW Leistung decken während der Arbeitszeiten etwa ein Drittel des Energiebedarfs.

Mit systron proHD und systron proMD verfügt glasmetall Temmel heute über zusätzliche Kapazität und Flexibilität für das wachsende Projektgeschäft. Was 2021 mit einem neuen Herzstück begann, ist damit zu einem starken Duo für die weitere Entwicklung der eigenen Glasbearbeitung geworden.

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